:POWEREDBY_ Broken_Puppet:
"Wie geht's dir?"

Wer kennt das nicht? Wenn man bei diesem verkürzten Satz aus 3 Worten am liebsten anfangen würde los zu heulen und auch gar nicht mehr aufhören... Ja, am besten, so wünscht man sich, wird einem diese Frage gar nicht erst gestellt. Früher - zu einer Zeit, wo's mir sehr sehr schlecht ging - haben die meisten meiner Freunde auch versucht diese Frage zu vermeiden, da sie wussten, sie würden auf diese Frage keine Antwort bekommen. Das ist sehr lange her und seit dem hat sich viel geändert, doch ich glaube, grade jetzt zu dieser Zeit, verfalle ich wieder in dieses alte Muster. Das Muster, dass ich das Gefühl habe, ich könnte mit niemandem reden. Allen in meiner Umgebung geht es gut, sie sind glücklich. Ich will nicht, dass sie sich Gedanken machen oder womöglich Angst haben, dass ich wieder die werde, die ich einmal war - früher. Sie wissen nicht, dass ich wieder blogge, diese Dinge hier schreibe. & nein, das sollen sie auch nicht. Aber ich habe den Blog aus meinem "alten" Leben wiedergefunden - mittlerweile mehr als 3 Jahre alt - und ich bekam wieder die Lust zu schreiben. Jetzt, wo es mir wieder mal nicht so gut geht. Da ich im Laufe der Zeit mir eine ziemlich gute "Maske" zurecht gelegt habe, bemerkt auch kaum jemand heute, wie schlecht es mir geht. Menschen, die mich auf den ersten Blick beurteilen, sagen ich bin ein sehr lebensfroher und fröhlicher Mensch, also doch recht positiv eingestellt. Ja, nahezu immer, wenn man mich sieht, bin ich am Strahlen oder am Lachen. Meine Freunde haben immer gesagt: "Das sagen alle nur, weil sie nicht wissen, dass auch du mal traurig sein kannst. Weil sie dich nie so erlebt haben und dich nicht anders kennen." In der Beschreibung unseres Abibuches findet man Worte, wie "lebensfroh", "oft gut drauf", "immer gut drauf". Ein Freund sagte mal, er könnte sich gar nicht vorstellen, wie das ist, wenn ich nicht so am Strahlen bin, weil das gar nicht zu mir passen würde.
Ich muss sagen, das schein ich ziemlich gut hinbekommen zu haben mit der "Maske". Man erspart sich viele lästige Fragen. Fragen, die man sowieso nicht beantworten könnte... Pech hat man dann nur, wenn man dann auf Menschen trifft, die genau wissen, wann es einem schlecht geht. Menschen, die das genau spüren. Menschen, die einen kennen - vllt besser als man sich selbst -, die dich dann anrufen und nach dem ersten "Hallo" sagen: "Die geht's nicht gut, oder? Iwas ist passiert." Ja, und dann? Dann befindet man sich wieder am Anfang, Tränen steigen einem in die Augen und man kommt in Erklärungsnot bis man letztendlich mit den Worten "Lass mich bitte einfach in Ruhe." auflegt und ein schlechtes Gewissen hat, weil man dann genau weiß, dieser Mensch macht sich jetzt Gedanken.
Ich war früher kein Mensch, der gerne viel über ietwas geredet hat. Sehr verschlossen, zurückhaltend, lieber etwas vorsichtig. Auch dies hat sich im Laufe der Zeit geändert, doch in letzter Zeit ist soviel Negatives auf mich herabgefallen, dass ich mit niemandem reden wollte. Ich sagte mir "Früher hast du auch keinen gebraucht und hast es auch iwie geschafft durchzukommen." Besonders in solch einer Zeit wie jetzt, bin ich gerne alleine. Ich weiß nicht warum. Aber es tut mir gut. Einfach für mich zu sein. Ich war grundsätzlich eig immer ein Mensch, der nicht gerne viele andere Menschen um sich hatte. Ja, ich glaube, dass es mir sogar gut tut, einfach wieder alleine zu sein. So wie früher. Auch wenn mein Leben früher nicht glücklich war. Aber das ist es jetzt ja auch nicht. Also was soll's?!

Ein "Mäh" in die Welt und ein wundervolles Wochenende an alle, die das lesen.

S C H A F.

19.11.10 19:24
 


Werbung


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


TiNa / Website (19.11.10 20:14)
Ich kann das gut nachvollziehen was du da schreibst. "Wie geht's dir?" ist wohl die dämlichste Frage, die sich je einer ausgedacht hat. Ich hasse es, wenn jemand das fragt.
Wenn man ehrlich ist und "Scheiße." sagt, fragen sie einen "Warum?". Ja, was will man da schon antworten.
Wenn man garnichts sagt, machen sie sich Gedanken.
Wenn man "Gut." [Standardantwort] sagt, denken sie entweder, dir gehts wirklich gut, oder aber sie durchschauen dich und glauben dir sowieso nicht.
So ne blöde Frage. ^^

Manchmal ist Alleinsein sehr heilsam, das musste ich auch in letzter Zeit feststellen. Aber wenn man sich zu sehr dran gewöhnt, hat man irgendwann Probleme, überhaupt noch mit Menschen klarzukommen.
Ich wünsch dir alles Gute und dass - was auch immer dich bedrückt - es sich eines Tages zum Besseren wendet.

Lg


Gwendylon / Website (3.12.10 21:44)
Ich kenne das auch aber ich will nicht das meine Freunde traurig werden nur weil es mir nicht gut geht. Also antworte ich immer "Mir gehts gut" und sie glauben mir. Es wäre egoistisch sie mit meinen Gefühlen zu belästigen. Ich gehe an so welchen Tagen in mein Zimmer und höre Musik so lange bis es mir besser geht, auch wenn ich dann die Schule schwänze. Danach gehts einem besser, also mir jedenfalls. Ich gebe jedenfalls nie die Hoffnung auf glücklich zu werden. Und alleinsein hilft mir jedenfalls die Hoffnung zu behalten, man sollte sich aber nicht zu sehr abschotten.
Alles Liebe Gwendylon

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen

Help


Startseite
Über...

me


Gästebuch
Kontakt
Archiv
Abonnieren

Credits


Layout
Picture by
} Gratis bloggen bei
myblog.de